Richtig Heftige Dissertation

Zwei Fälle, die einen Einblick in den möglichen Beginn von Promotionsverhältnissen geben. Von Anfang an unterscheidet sich eine Dissertation von beliebigen anderen Prüfungsarbeiten. Der zukünftige Doktorand einigt sich mit mir auf ein geeignetes Thema, dessen Untersuchung wissenschaftlichen Fortschritt verspricht und ihn zugleich zu wissenschaftlicher Arbeit motiviert. Von Anfang an entsteht ein Vertrauensverhältnis zwischen mir und dem Doktoranden. Es vertieft sich im Laufe der Arbeit. Der Doktorand erstellt eine vorläufige Gliederung, die besprochen und abgeändert wird. Es finden weitere Beratungsgespräche statt: Ich gebe Tipps für die weitere Behandlung des Themas. Ich lese und korrigiere einzelne Kapitel. Ich lade zu Vorträgen nebst Diskussion über das Thema oder einzelne Aspekte davon in meinem Doktorandenseminar ein.

Das alles muss nicht so sein. Jeder Hochschullehrer gestaltet das Betreuungsverhältnis anders. Mindestens aber sollten erfolgen: Vereinbarung des Themas, Besprechung der Gliederung, Lektüre und Korrektur des letzten Entwurfs als Voraussetzung für die Einreichung der Arbeit.

Die gesamte Bearbeitungszeit - durchschnittlich drei Jahre - ist gekennzeichnet von intensiver Arbeit des Doktoranden. Literatur und Rechtsprechung sind möglichst vollständig zu recherchieren. Die Niederschrift nimmt fast immer mehr Zeit in Anspruch als geplant. Der Doktorand ringt um präzise Formulierungen. Er wird mit den Möglichkeiten und Grenzen seiner intellektuellen Leistungsfähigkeit konfrontiert. Er erlebt Krisen und nimmt finanzielle und soziale Entbehrungen auf sich. Er muss sich zum Teil heftige Kritik von mir gefallen lassen.

Es folgt die Lektüre des Gesamtentwurfs. Ich kann noch Änderungen oder Ergänzungen vorschlagen. Ich kann den Doktoranden fragen, ob er noch ein paar Monate investieren will oder kann, um einige Stellen zu vertiefen und ein "magna cum laude" zu erhalten, oder ob er mit einem "cum laude" zufrieden ist. Ich freue mich mit dem Doktoranden, wenn die Arbeit erfolgreich abgeschlossen ist. Ich freue mich über neue wissenschaftliche Erkenntnisse und bin begeistert, wenn ich sie als exzellente Leistung mit "summa cum laude" benoten kann. Das gehört zu den Sternstunden eines Hochschullehrers.

Am Ende reicht der Doktorand die Arbeit bei der Fakultät ein. Der Dekan überprüft die Zulassungsvoraussetzungen und bestellt den Betreuer als Erstgutachter und einen weiteren Hochschullehrer als Zweitgutachter. Sie legen ihre Gutachten vor, deren Noten voneinander abweichen können. Ein dritter Hochschullehrer übernimmt es, die mündliche Prüfung - meist eine Disputation über den Inhalt der Arbeit - zu organisieren. Nach bestandener Disputation ist es immer noch nicht geschafft: Die Dissertation muss veröffentlicht werden. Nach der Abgabe einer bestimmten Zahl des veröffentlichten Werkes (den sogenannten Pflichtexemplaren) darf der Doktorgrad geführt werden.

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